Venus-Rauswurf: Das sagt Bettie Ballhaus

Nach ihrem Rauswurf als Gesicht für die Venus-Messe setzt Erotikmodel Bettie Ballhaus sich nun zur Wehr, nennt die Macher der Messe “scheinheilig”.

Die Venus-Veranstalter werfen Ballhaus vor, in ihrer Anfangsphase in einem Porno-Film mitgewirkt zu haben. Venus-Sprecher Walter Hasenclever zur B.Z.: “Uns wurde der Pornofilm zugespielt. Wir waren bisher davon ausgegangen, dass sie bislang noch nicht in solch einem Film mitgespielt hat. Wäre es ein normaler Porno gewesen, hätten wir wahrscheinlich nicht so drastisch reagiert. Allerdings ist dieser Streifen in keiner Weise mit den Grundsätzen der Venus vereinbar. Und deshalb haben wir entschieden, uns von ihr als Gesicht zu verabschieden.”

Stein des Anstoßes ist ein Video aus ihrer Anfangszeit als Erotikmodel. Dazu noch ein besonders schlimmes Werk. Bettie spielt in dem besagten Filmchen eine Achtklässlerin!, die sich von einem Fremden ansprechen lässt. “Frau Ballhaus ist keine Porno-Darstellerin”, ließ sie erklären. Allerdings räumte sie ein, in dem 40-minütigen pornografischen Amateurfilm in der Machart eines „Schulmädchen-Reports“ mitgewirkt zu haben. Der Film ist bereits 20 Jahre her. Eine Jugendsünde, wie sie betont. Deshalb bereut sie die Teilnahme auch heute.

Die Argumentation der Venus-Macher hält sie aber für scheinheilig. “Die angebliche „Philosophie“ der Venus, wonach Pornodarsteller auf der Messe unerwünscht sind, findet im Messeprogramm jedenfalls keinen Niederschlag und ist auch unvereinbar mit der bisherigen Auswahl der “Gesichter der Venus“. Insoweit sei daran erinnert, dass beispielsweise auch Dolly Buster bereits “Gesicht der Venus“ gewesen ist”, hieß es weiter in ihrer Erklärung.

Bettie Ballhaus hat einen Anwalt eingeschaltet. “Ihr wurde allerdings kein Hausverbot erteilt. Der Vertrag wurde nicht gekündigt, nur die Zusammenarbeit beendet”, so Hasenclever.